Evangelisches Krankenhaus Dinslaken

Patienteninformation

Der Herzschrittmacher

Routine-Kontrolle der Schrittmacherfunktion

Die Überprüfung der Schrittmacherfunktion umfasst die Ableitung eines normalen EKG und die Kontrolle mit Hilfe spezieller Schrittmacherprogrammiergeräte, welche herstellerspezifisch eine Kommunikation mit dem Schrittmacher, über einen aufgelegten Telemetriekopf, ermöglichen.

Unmittelbar nach der Erstimplantation, sowie nach ca. sechs Wochen sind meist einige kurzfristige Kontrolluntersuchungen notwendig, um während der Einheilungsphase die minimal notwendige und doch ausreichend sichere Stromabgabe des Schrittmachers zu ermitteln, die eine im Bedarfsfall sichere Stimulation des Herzens gewährleistet (Reizschwellentest).

Nach der Einheilungsphase (etwa nach drei Monaten) sind in der Regel Kontrolluntersuchungen in Abständen von sechs bis zwölf Monaten ausreichend. Bei diesen Schrittmacherkontrollen geht es, neben der für das subjektive Wohlempfinden optimalen Frequenzprogrammierung, immer wieder um den Reizschwellentest und die Frage, ob es Zeichen einer Batterieerschöpfung gibt.

Bestimmte Medikamente zur Beeinflussung des Herzrhythmus und manche Erkrankungen können einen ungünstigen Einfluss auf die Reizschwelle haben. Fragen Sie bitte Ihren zuständigen Arzt nach weiteren Details.

Die Lebensdauer oder Laufzeit der Schrittmacherbatterie hängt davon ab, wie oft der Schrittmacher das Herz stimulieren muss und wie viel Energie pro Herzschlag dafür benötigt wird. Allgemein liegt die Laufzeit der Schrittmacherbatterien im Bereich von mehreren Jahren. Wegen der ausgeprägten individuellen Besonderheiten und Schwankungsbreite ist hier eine genauere Angabe nicht möglich. Bitte fragen Sie Ihren Arzt, in welchem Rahmen sich die individuelle Laufzeit der Schrittmacherbatterie in Ihrem Fall bewegt.

Sollte sich bei einer Routinekontrolle ergeben, dass die Kriterien zum Austausch der Schrittmacherbatterie erfüllt sind, muss der operative Schrittmacherwechsel unverzüglich (innerhalb weniger Tage bis Wochen) geplant werden. Da die Batterie aus Sicherheitsgründen im Herzschrittmachergehäuse integriert ist, kann sie nicht getrennt erneuert werden. Es wird also immer das gesamte Herzschrittmacheraggregat ausgetauscht. Die Schrittmacherelektroden können jedoch in der Regel belassen werden. Bei jedem Schrittmacheraggregatwechsel werden jedoch die Elektroden genaustens überprüft und kontrolliert. Über die Jahre kann es in seltenen Fällen zu einem Bruch der Schrittmacherelektroden kommen. Auch die Erschwerung der Impulsleitung ist möglich. In solchen Fällen müssen die Elektroden erneuert werden. Aus den o.g. Gründen sollten Sie daher die Termine der Nachsorgeuntersuchungen genauestens einhalten.

Bitte führen Sie den Schrittmacherausweis stets mit sich, insbesondere bei jeder Kontrolluntersuchung, damit die Testwerte und etwaige Änderungen der Schrittmacherprogrammierung dort auch dokumentiert werden können.

Bestellung einer Patientenbroschüre der Fa. Medtronic (Link zur Fa. Medtronic)
www.medtronic.de/germany/patienten/hk_hmpb.html

Atriale Tachykardien (AT)

Gemeint ist anhaltendes Herzrasen mit Ursprung aus dem rechten oder seltener linken Vorhof. Diese Rhythmusstörung kann auch bei herzgesunden gefunden werden. Sofern sich durch die elektrophysiologische Untersuchung der Ursprung der Rhythmusstörung eindeutig lokalisieren lässt, liegen günstige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Katheterablation vor.

Im Einzelfall kommen spezielle Navigationssysteme zum Einsatz, insbesondere wenn die Auslösbarkeit und Reproduzierbarkeit der Rhythmusstörung schlecht ist. In unserer Abteilung erfolgt diese Navigation entweder als NavX oder EnSite Prozedur (Einzelheiten hierzu finden Sie auf der Homepage des Herstellers: http://www.endocardial.com).

Beispiel einer sporadisch auftretenden sog. atrialen Tachykardie aus dem rechten Vorhof bei einem ausdauertrainierten herzgesunden Mann.

Die Rhythmusstörung ließ sich im Herzkatheterlabor nur sehr sporadisch auslösen, so dass eine EnSite Prozedur zur Fokuslokalisation zum Einsatz kam.

Hierbei zeigte sich ein umschriebener Tachykardie-Herd (weiße Fläche) in der Nähe zur Trikuspidalklappe. In gleicher Sitzung erfolgte die erfolgreiche Katheterablation an vorbezeichneter Stelle. Der Patient ist bisher frei von Rhythmusstörungen und wieder voll belastbar.
Atriale Tachykardien (AT)

Gemeint ist anhaltendes Herzrasen mit Ursprung aus dem rechten oder seltener linken Vorhof. Diese Rhythmusstörung kann auch bei herzgesunden gefunden werden. Sofern sich durch die elektrophysiologische Untersuchung der Ursprung der Rhythmusstörung eindeutig lokalisieren lässt, liegen günstige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Katheterablation vor.

Im Einzelfall kommen spezielle Navigationssysteme zum Einsatz, insbesondere wenn die Auslösbarkeit und Reproduzierbarkeit der Rhythmusstörung schlecht ist. In unserer Abteilung erfolgt diese Navigation entweder als NavX oder EnSite Prozedur (Einzelheiten hierzu finden Sie auf der Homepage des Herstellers: http://www.endocardial.com).

Beispiel einer sporadisch auftretenden sog. atrialen Tachykardie aus dem rechten Vorhof bei einem ausdauertrainierten herzgesunden Mann.

Die Rhythmusstörung ließ sich im Herzkatheterlabor nur sehr sporadisch auslösen, so dass eine EnSite Prozedur zur Fokuslokalisation zum Einsatz kam.

Hierbei zeigte sich ein umschriebener Tachykardie-Herd (weiße Fläche) in der Nähe zur Trikuspidalklappe. In gleicher Sitzung erfolgte die erfolgreiche Katheterablation an vorbezeichneter Stelle. Der Patient ist bisher frei von Rhythmusstörungen und wieder voll belastbar.