Erkrankungen der Leber

Hämangiom

Hämangiome sind gutartige Blutgefäßgeschwülste der Leber, die in der Regel keinen Krankheitswert besitzen. Wenn jedoch die Hämangiome eine sehr ausgeprägte Größe besitzen und beim Patienten eine Bauchschmerz-Symptomatik verursachen, sollte eine chirurgische Entfernung erwogen werden.

Leberzyste

Leberzysten sind gutartige flüssigkeitsgefüllte Hohlräume der Leber, die in der Regel keine Beschwerden verursachen und eher zufällig entdeckt werden. Selten könne sie eine gewisse Größe erreichen, die eine Bauchschmerz-Symptomatik verursachen. Dann sollte eine operative Versorgung der Zysten diskutiert werden.

Leberzelladenom

Bei den Leberzelladenomen handelt es sich um gutartige Gewebeknoten, die vor allem bei Frauen im gebährfähigen Alter auftreten. Da Adenome im Verlauf entarten und spontane Blutungen verursachen können, sollte eine operative Entfernung erfolgen.

Fokal noduläre Hyperplasie (FNH)

Die fokal noduläre Hyperplasie (FNH) ist eine gutartige Veränderung der Leber, die vor allem bei Frauen als kleine Läsionen auftreten. Im Gegensatz zu Adenomen besitzen Sie kein Entartungs- oder Blutungsrisiko, sodass nur in seltenen Fällen bei entsprechender Beschwerdesymptomatik eine operative Entfernung notwendig ist.

Leberkrebs

Leberkrebs, ein sogenanntes primäres Leberzellkarzinom, geht von den Zellen (Hepatozyten) der Leber selbst aus. In der Regel entwickelt sich ein solch bösartiger Tumor auf dem Boden einer Leberzirrhose. Wesentliche Ursachen der Leberzirrhose sind vor allem chronischer Alkoholkonsum sowie eine chronische Virushepatitis. Eine chirurgische Resektion ist bei Patienten ohne bzw. mit nur geringer Leberzirrhose Methode der Wahl. Hingegen stellt die Lebertransplantation für die meisten Patienten den einzigen Therapieansatz dar, der eine komplette Tumorheilung erzielen kann.

Lebermetastasen

In Europa sind fast 90% aller bösartigen Lebertumoren Lebermetastasen, die Absiedlungen anderer Tumorerkrankungen darstellen. Vor allem können Lebermetastasen bei bösartigen Tumoren des Dickdarms aber auch der Brust, Niere, Bauchspeicheldrüse und des Magens auftreten. Die chirurgische Resektion von Lebermetastasen stellt immer eine ganz individuelle Therapieentscheidung dar und wird durch den Ausmaß der Grunderkrankung sowie die Anzahl und Lage der Metastasen beeinflusst.