Erkrankungen des Magens

Gutartige Magentumoren
Gutartige Magentumore (z.B. Leiomyome) sind seltene Veränderungen des Magens und stellen häufig Zufallsbefunde dar. Aufgrund des Blutungsrisikos sowie zum sicheren Ausschluss einer bösartigen Erkrankung, sollte eine chirurgische Resektion erwogen werden. Dies kann in der Regel mit der sogenannten Schlüssellochchirurgie erfolgen, wo der betroffene Anteil des Magens entfernt wird.

Gastrointestinale Stromatumoren (GIST) des Magens
Die häufigsten Weichgewebstumoren des Verdauungstrakts sind gastrointestinale Stromatumoren (GIST), die vor allem im Magen auftreten können. Dabei sind diese Arten von Tumoren sehr heterogen, sodass bösartige von „weniger bösartigen“ GIST unterschieden werden können. Falls ein GIST auf den Magen lokalisiert ist, sollte eine chirurgische Resektion erfolgen sollte, wobei je nach Tumorgröße magenerhaltend mittels der sogenannten Schlüssellochchirurgie operiert werden kann oder eine komplette Entfernung des Magens erforderlich ist.

Magenkrebs
Der Magenkrebs ist eine bösartige Erkrankung der Schleimhaut des Magens. Neben einer Gewebeprobe des Tumors selbst, sind zusätzliche Untersuchungen notwendig, um das Ausmaß der Tumorerkrankung zu beschreiben. Im so genannten Tumobaord (eine Teamsitzung zwischen Gastroenterologen, Onkologen, Strahlentherapeuten, Radiologen und Chirurgen) wird dann ein individuelles Therapievorgehen für jeden einzelnen Patienten festgelegt. Therapeutisch können unterschiedliche Verfahren zur Anwendung kommen. Handelt es sich z.B. um eine ganz frühe Form des Magenkrebses, der nur die oberflächlichen Schleimhautanteile betrifft, ist die lokale Abtragung des Tumors mit einem endoskopischen Verfahren möglich. Wird eher ein fortgeschritteneres Tumorstadium entdeckt, kann vor einer notwendigen Operation eine Chemotherapie sinnvoll sein.