Johanniter Krankenhaus Oberhausen

Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik

gruppe_kuhn_3
Die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik steht für patientennahe, individualisierte medizinische Versorgung nach höchstem klinischen und wissenschaftlichen Standard.
Die Klinik wurde 1978 gegründet und war eine der ersten psychiatrischen Abteilungen an einem Allgemeinkrankenhaus. Mit 160 Betten, 25 Tagesklinikplätzen und einer großen Institutsambulanz ist die Klinik zugleich eine der größten Abteilungspsychiatrien Deutschlands und an der Regionalversorgung von ca. 250.000 Einwohnern im Gebiet des Oberhausener und Duisburger Nordens beteiligt.

In der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik werden alle psychiatrischen Krankheitsbilder behandelt, wobei je nach Schwere der Erkrankung die Möglichkeit der ambulanten, tagesklinischen und  stationären Betreuung besteht.

Konzeptionell hat die Klinik eine an den individuellen Bedürfnissen der Patienten angelehnte, leitlinienbasierte psychiatrisch-psychotherapeutische Ausrichtung. Wesentlicher Bestandteil der Behandlung sind neben der Psycho- und Pharmakotherapie Ergo-, Musik-, Kunst- und Bewegungstherapie. Besondere Expertise besteht auch bzgl. neuromodulativer Verfahren wie Biofeedback, transkranieller Magnetstimulation, Elektrokonvulsionstherapie, Vagusnervstimulation und tiefer Hirnstimulation. Dabei entwickelt sich die Versorgung der Patienten durch individualisierte Integration neuester klinischer, therapeutischer und wissenschaftlicher Erkenntnisse stets weiter.

Auf den folgenden Seiten wollen wir Ihnen unsere Klinik mit den verschiedenen Stationen sowie das jeweilige Leistungsspektrum näher vorstellen:

Station 11 - Wahlleistungsstation

Station 11:
Wahlleistungsstation, Psychotherapiestation für Angst-, Depressions- und psychosomatische Erkrankungen (Verantwortlich: OÄ Frau Dr. Gescher, CA Prof. Dr. Kuhn)

Station 12 - Schwerpunktstation für Akut- und Notfallpsychiatrie

Station 12:
Schwerpunktstation für Akut- und Notfallpsychiatrie (Verantwortlich: OA Herr Dr. Winterstein)

Behandlungskonzept der Station 12:

Im Rahmen unserer psychiatrisch-psychotherapeutischen Gesamtausrichtung  sichert die Station 12 als Aufnahme- und Akutstation die Notfallbehandlung für Menschen in schweren seelischen Krisensituationen. Derartige Krisen können im Rahmen von Psychosen, Depressionen, Angststörungen, Intoxikationen mit Alkohol und Drogen auftreten, aber auch Ausdruck einer Zuspitzung schwieriger oder belastender Lebensumstände sein. Manchmal besteht akute Eigengefährdung (Suizidalität), selten auch Fremdaggressivität. Solche Krisensituationen führen zu großem Unterstützungsbedarf, den wir durch eine intensive ärztliche Behandlung und pflegerische Versorgung aufzufangen versuchen. Das Behandlungsteam setzt sich desweiteren aus Psychologen, Ergo-, Bewegungs- und Musiktherapeuten sowie Sozialarbeitern zusammen. Die jeweiligen therapeutischen  Angebote werden individualisiert an die Schwere der Erkrankung angepasst. Die Station12 stellt somit eine Art psychiatrische Intensivstation dar, auf der jederzeit Aufnahmen möglich sind.

Mit dem Versorgungsauftrag des Landes NRW sind wir beauftragt und verpflichtet, auch Patienten aufzunehmen und zu behandeln, die durch ihre Erkrankung vorübergehend nicht in der Lage sind, die Risiken ihres Handels richtig einzuschätzen. Es kann dann sogar vorkommen, dass "krankheitsuneinsichtige" Patienten, sofern sie andere oder sich selbst gefährden, Beschneidungen des Grundrechts auf freie Wahl des Aufenthaltsortes hinnehmen müssen, gegebenenfalls auch eine Behandlung gegen ihren Willen (Unterbringung gemäß PsychKG oder Betreuungsrecht). Diese Situation stellt für die betroffenen Patienten, ihre Angehörigen sowie Freunde und uns als Behandler eine besondere Herausforderung dar. Es ist daher stets unser besonderes Bemühen, die Therapie transparent zu gestalten, die Patienten als Partner in den therapeutischen Prozess einzubeziehen und ihnen wieder möglichst rasch ihre Eigenverantwortung und freie Willensentscheidung zu übertragen bzw. zu ermöglichen. Respekt und gegenseitige Wertschätzung sind dabei die Basis unseres Handelns. 

Die Station 12 ist in der einen Hälfte immer geschützt. Dies bedeutet, dass dort untergebrachte Patienten die Station nur nach Absprache verlassen können. Die andere Hälfte wird – je nach Belegungskonstellation - offen geführt.

Die Station12 verfügt über 25 bis 36 Betten und hat einen großzügigen Innenhof mit Tischtennisplatte, Basketballkorb und Sonnenschirmen.

Station 13 - Schwerpunktstation für Abhängigkeit von Alkohol und Medikamenten und komorbide Störungen

Station 13: 
Schwerpunktstation für Abhängigkeit von Alkohol und Medikamenten und komorbide Störungen (Verantwortlich: OA Herr Dr. Alberti)

Behandlungskonzept der Station 13:

Die Station 13 ist eine offene Station mit einem psychoedukativen, psychotherapeutischen und psychopharmakologischen Behandlungskonzept und 32 Behandlungsplätzen. Ein besonderer Schwerpunkt der Station ist die Behandlung von alkoholbezogenen Erkrankungen. Behandelt werden auch Patienten, die unter einer depressiven Erkrankung, psychotischen Erkrankung (z.B. Schizophrenie, schizoaffektive Störung), unter einer bipolar affektiven Störung oder einer anderen psychiatrischen Erkrankung leiden.

Das Therapiekonzept umfasst verschiedene Ansätze: Zunächst steht ein psychoedukatives Konzept (Krankheitsaufklärung) im Mittelpunkt, welches Ihnen Kenntnisse über Ihre Erkrankung vermittelt. Im Rahmen der Psychoedukationsgruppen ist ein intensiver Austausch über Ihre Erkrankung möglich und sinnvoll, gleichzeitig soll mit dem Wissenszuwachs und dem Aufbau einer nachhaltigen Behandlungstreue zukünftigen Wiedererkrankungen vorgebeugt werden.

Im Rahmen der medikamentösen Behandlung zur Erlangung und zur Aufrechterhaltung der Therapieerfolge werden in der Regel moderne, gut verträgliche Medikamente eingesetzt, die individuell auf Sie abgestimmt sind und mit Ihnen besprochen werden.

Darüber hinaus werden psychologisch oder ärztlich geleitete psychotherapeutisch ausgerichtete Einzel- oder Gruppentherapien durchgeführt. Des Weiteren verfügt die Station über ein umfangreiches Ergotherapieangebot, Bewegungstherapie, Entspannungstraining, Haushaltstraining, kognitives Training, Musiktherapie, pflegetherapeutische Angebote und die Möglichkeit zu Freizeitaktivitäten (z.B. Kegeln).


Behandlungsschwerpunkt: Qualifizierte Entzugsbehandlung von Alkohol oder Medikamenten

Die qualifizierte Entzugsbehandlung richtet sich nach fachlichen Leitlinien mit international anerkannten Methoden. Neben der körperlichen Entzugsbehandlung bilden motivierende, psycho- und soziotherapeutische Behandlungsverfahren den Schwerpunkt. Moderne Verfahren der Suchtmedizin bieten einen möglichst beschwerdearmen Entzugsverlauf und beinhalten ein individuelles Therapieprogramm mit detaillierter Beratung über das Krankheitsbild. Zielgruppe sind vorwiegend alkohol- und medikamentenabhängige Frauen und Männer, bei denen aktuell eine Entzugsbehandlung indiziert ist.

Wir arbeiten eng mit Einrichtungen des regionalen Suchthilfenetzwerks zusammen und geben Wegweisung bei der Suche nach weiterführenden ambulanten und stationären Behandlungsmöglichkeiten sowie Selbsthilfegruppen. Ziel der Behandlung ist das Erreichen von Abstinenz, also eine suchtmittelfreie Lebensführung.

Station 14 - Schwerpunktstation für psychische Störungen des höheren Lebensalters

Station 14: 
Schwerpunktstation für psychische Störungen des höheren Lebensalters (Verantwortlich: Herr Prof. Frings)

Konzept Station 14:

Die Station 14 ist konzipiert für eine vollstationäre psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung erwachsener Patienten mit einem Schwerpunkt für Patienten über 65 Jahren.

Ausgehend von einem ganzheitlichen Grundverständnis, welches Störungen und  psychische Beschwerden vor dem Hintergrund lebensgeschichtlicher Ereignisse und aktueller Belastungssituationen betrachtet, erfolgt die Behandlung beziehungsorientiert unter dem Einsatz einer modernen Psychopharmakatherapie, kognitiv-verhaltenstherpeutischer Angebote, einer kontinuierliche Begleitung und Betreuung durch das Pflegeteam und begleitenden Einzel- und Gruppentherapeutischen Angeboten.

Der Schwerpunkt der Behandlung liegt auf folgenden Störungen:

•Affektive Störungen wie Depressionen oder manisch-depressive Erkrankungen

•Schizophrenien, schizoaffektive Störungen und weitere Störungen aus dem psychotischen Formenkreis

•Dementielle Erkrankungen

•Schwere psychosomatische Störungen

•Angststörungen

•Krisenbehandlung bei akuten Belastungsstörungen

Hier ist es auch möglich, körperlich eingeschränkte Patienten aufzunehmen und in eine aktivierende, Ressourcen fördernde pflegerische Betreuung einzubinden.

Wir können, je nach Bedürfnissen des einzelnen Patienten, folgende Therapieangebote anbieten:

• Ergotherapie mit Frühstücksgruppe, Freizeitkompetenzgruppe

• Bewegungstherapie (Sitzgymnastik, Rückengymnastik, Walking, Ausdauer)

• Entspannungstherapien (Progressive Muskelentspannung, Qi Gong, Klangreise, Achtsamkeitsgruppe)

• Musiktherapie

• Psychoedukative Gruppen wie Depressionsgruppe, Pegasusgruppe (Psychosegruppe)

Cogpack (Computer-gestütztes kognitives Trainingsprogramm zur Förderung von Konzentration und Gedächtnis) und Gehirnjogging

• Stationsaktivitäten

Darüber hinaus erfolgt bei Bedarf eine soziotherapeutische Unterstützung durch unseren Sozialdienst.

Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit der familialen Pflege (http://www.evkln.de/patienten-angehoerige-und-besucher/pflegedienst/familiale-pflege/) sowie eine Kooperation mit der Gerontopsychiatrsichen Beratungsstelle.

Station 15 - Station mit psychotherapeutischem Schwerpunkt

Station 15: 
Psychotherapiestation für Störungen der Affektivität und Persönlichkeit (Verantwortlich: Ltd. OA Herr Dr. Kudling, Ltd. Psych. Frau Ehlis)

Das Angebot der Station 15 richtet sich an junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 45 Jahren und besteht aus einer stationären Behandlung, die auf bewährten psychotherapeutischen Behandlungskonzepten (z. B. kognitive Verhaltenstherapie) basiert. Ausgehend von einem psychotherapeutischen Grundverständnis, welches Störungen und  psychische Beschwerden vor dem Hintergrund lebensgeschichtlicher Ereignisse und aktueller Belastungssituationen betrachtet, erfolgt die Behandlung beziehungs- und ressourcenorientiert. Meist erfolgt zusätzlich eine moderne medikamentöse Therapie.  Angehörige können ergänzend in die Therapie einbezogen werden.

Behandelt werden schwerpunktmäßig Patientinnen und Patienten mit  Depressionen, Angst- und Panikstörungen, Traumafolgestörungen, Persönlichkeitsstörungen und psychosomatischen Erkrankungen einschließlich Essstörungen, chronischer Schmerzsyndrome und funktioneller Erkrankungen.  Für jede Patientin / jeden Patienten wird unter Berücksichtigung des Lebensumfeldes und der jeweils vorhandenen Möglichkeiten und Fähigkeiten (Ressourcen) ein individueller Behandlungsplan erstellt, der bei der Problemklärung und Krankheitsbewältigung weiterhelfen soll. 

Es erfolgen ärztlich und psychologisch geleitete Einzel- und Gruppentherapien sowie eine kontinuierliche Begleitung und Betreuung durch das Pflegeteam. Neben pflegerisch geleiteten Therapiegruppen gehören spezielle Gruppenangebote aus folgenden Bereichen zum therapeutischen Konzept: 

• Beziehungsorientierte Ergotherapie einschließlich Kreativtherapie, Genusstraining und Haushaltsgruppe

• Körperbezogene Therapieangebote (Bewegungstherapie, Rückengymnastik, Qi Gong, Walking, Sitzgymnastik, physiotherapeutische Maßnahmen)

• Musiktherapie (aktiv und rezeptiv)

• Skills-Gruppe (Training von Fertigkeiten zum besseren Aushalten von Anspannungszuständen oder impulsiven Verhaltensweisen, Erlernen von neuen Fähigkeiten zur Emotionsregulation, zur besseren Steuerung von schwierigen Gefühlen und zur Verbesserung zwischenmenschlicher Fertigkeiten

• Achtsamkeitstraining (Erlernen bewertungsfreier Wahrnehmungsprozesse im Hier und Jetzt)

• Entspannungsverfahren (Imaginationübungen und Phantasiereisen, Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson, musikalisch begleitete Klangreise)

• Psychoedukation (Informationsvermittlung und Schulung über Ursachen, Behandlung und  Umgang mit psychischen Erkrankungen)

• Cogpack (Computer-gestütztes kognitives Trainingsprogramm zur Förderung von Konzentration und Gedächtnis)

Darüber hinaus erfolgt eine bedarfsgerechte sozialarbeiterische und soziotherapeutische Unterstützung durch unseren Sozialdienst z. B. bei der Bearbeitung von schwierigen sozialen Problemen oder bei der Kontaktaufnahme zu Ämtern und ambulanten Hilfs- und Unterstützungssystemen. 

Allgemeinpsychiatrische Tagesklinik

Allgemeinpsychiatrische Tagesklinik: 
Teilstationäre Behandlung für Patienten, bei denen eine ambulante Behandlung nicht ausreicht, eine vollstationäre Behandlung aber noch nicht oder nicht mehr erforderlich ist  (Verantwortlich: OÄ Frau Dr. Eßer)

Behandlungskonzept Tagesklinik:

Seelische Leiden bewirken Beeinträchtigungen der Gefühle und/oder der Wahrnehmung und bereiten oft auch Probleme in Partnerschaft und Familie, am Arbeitsplatz oder bei der Alltagsbewältigung. Das trifft oft auch bei zuvor stationär behandelten Patienten noch zu, so dass eine abgestimmte Rückführung in den Alltag notwendig ist.

Die Tagesklinik bietet den Patienten die Möglichkeit, an fünf  Tagen in der Woche von Montag bis Freitag in der Zeit von 8.00 bis 16.00 Uhr eine teilstationäre Behandlung zu nutzen und gleichzeitig im gewohnten sozialen Umfeld zu bleiben.

Die Indikation zur Aufnahme in der Tagesklinik besteht dann, wenn eine ambulante Behandlung nicht ausreicht und eine vollstationäre Behandlung noch nicht nötig ist, bzw. eine Verkürzung der vollstationären Behandlung möglich ist.

In unserer teilstationären Behandlung (Tagesklinik) liegt neben der Behandlung akuter Beschwerden ein besonderer Schwerpunkt auf der therapeutischen Unterstützung bei der Bewältigung von Problemen in der Lebenswelt, am Arbeitsplatz, in Familie, Freundeskreis und Partnerschaft sowie auf der Steigerung von Belastbarkeit und Leistungsvermögen.

Unsere Behandlung bietet für das gesamte Spektrum seelischer Leiden des psychiatrischen und psychosomatischen Feldes eine ganz besonders achtsam eingesetzte und auf die Bedürfnisse des Einzelnen abgestimmte Therapie an. Wir legen besonderen Wert darauf, dass in den einzelnen Behandlungsstunden, sei es in der Einzel- oder in der Gruppentherapie, ausreichend Zeit und Raum gegeben ist, damit unsere Teammitglieder angemessen auf die Bedürfnisse und Belange jedes Einzelnen eingehen können. Die Behandlung wird während des gesamten teilstationären Aufenthalts durch eine/n ärztliche/n und psychologische/n Primärtherapeuten begleitet und an die Erfordernisse angepasst.

Unser Behandlungsangebot beinhaltet die hier schematisch dargestellten Therapien. Sämtliche Behandlungen werden dabei von ausgebildeten Spezialtherapeuten angeboten.


Psychotherapeutische Einzelgespräche
In den Einzelgesprächen mit unseren Primärtherapeuten wird in besonderspersonalisiertem Maß auf Beschwerden und Probleme eingegangen und es werden individualisierte Lösungen erarbeitet.


Medikamentöse Therapie

Oftmals erfordern seelische Leiden eine medikamentöse Therapie zur Linderung von Beschwerden. In der Tagesklinik bieten wir eine individualisierte medikamentöse Behandlung nach höchstem medizinischem und wissenschaftlichem Standard.


Gruppentherapie

Es werden einerseits allgemeine, themenoffene Gruppen mit engem Bezug zur individuellen Lebenswelt und andererseits beschwerdespezifische Gruppen zu Krankheitsbildern, Behandlungsformen und Bewältigungs-strategien bzw. ressourcenorientierter Arbeit angeboten.


Achtsamkeitsbasierte Therapie

Im Zentrum steht die Schaffung eines wahrnehmungs- und wertungsfreien Zugangs zu eigenen Gefühlen und Bedürfnissen. Das Angebot umfasst Einzel- und Kleingruppenangebote.


Kreativitätsbezogene Therapie

Es soll der Zugang zur eigenen Gefühlswelt geöffnet und in besonderer Form in Objekten, bildhaften Darstellungen und Klang zur Darstellung gebracht werden. Das Angebot umfasst musik- und ergotherapeutische Kleingruppenarbeit mit individualisierter Betreuung.


Alltagsorientierte Therapie

Die Bewältigung und Gestaltung des Alltags, der Aufbau und die Integration positiver Aktivitäten, aber auch sehr praxisnahe Tätigkeiten wie Kochen und Backen in der Gemeinschaft werden in den Einzel- und Gruppentherapien erarbeitet und erweitert.


Körperbezogene Therapie

Die Beziehung zum eigenen Körper und insbesondere das Wechselspiel von Seelen- und Körperempfindungen steht im Fokus der körperbezogenen Therapieangebote. Das Anbot umfasst dabei aktivitätsbezogene und entspannungs- sowie wahrnehmungsorientierte Einzel- und Kleingruppenangebote.


Ernährungs- und Vitaltherapie

Unsere Angebote der individualisierten Beratung und Erarbeitung eines Ernährungskonzepts berücksichtigen sowohl den Energiehaushalt als auch seelisch-körperliche Wirkung von Ernährung.


Wahrnehmungsbezogene Therapie

Durch den Einbezug verschiedener Ebenen des Erlebens und der Sinne (Sehen, Hören, Fühlen usw.) wird ein ganzheitlicher Ansatz verwirklicht, der auf die Fähigkeit und das Zulassen von Genuss und Erleben des Moments ausgerichtet ist.


Erlebnisbezogene Therapie

Das zeitgleiche, ganzheitliche Erleben seiner selbst und anderer sowie des aktuellen Geschehens in der Umwelt steht im Zentrum unserer Einzel- und Kleingruppenangebote, die stilles Erleben ebenso umfassen wie Ausflüge in Cafés und Museen, beim Einkaufen oder auf Spaziergängen.


Lebensweltbezogene Therapie

Um eine möglichst weite Entfaltung in der Lebenswelt zu ermöglichen, bieten wir im Bedarfsfall neben sozialarbeiterischer Betreuung und Beratung auch die Beratung und Vermittlung sozialpsychiatrischer Angebote, häuslicher Betreuung und integrierter Versorgung.

Die Psychiatrische Institutsambulanz (PIA)

Psychiatrische Institutsambulanz: 
Ambulantes Behandlungsangebot mit Schwerpunkt für schwer und chronisch kranke Patienten sowie für notfallpsychiatrische Behandlungen (Verantwortlich: OÄ Frau Dr. Eßer )

Unser Behandlungsangebot

Unser Behandlungsangebot richtet sich an psychisch kranke Erwachsene, die wegen der Art und besonderen Schwere oder Dauer ihrer psychischen Erkrankung ein umfangreiches ambulantes Therapieangebot benötigen.

Unser multiprofessionelles Team aus Ärzten, Psychologen, Pflegefachkräften, Sozialarbeitern, Bewegungstherapeuten, Arzthelferinnnen und Ergo- sowie Musiktherapeuten bietet Ihnen:

•ärztliche psychiatrisch-psychotherapeutische und psychologische Diagnostik und Therapie

•fachpflegerische Betreuung und Unterstützung

•Ergotherapie

•Musiktherapie

•Bewegungstherapie

•Kognitives Training

•Entspannungstherapie und Achtsamkeitstraining

•sozialarbeiterische Beratung und Betreuung in sozialen Fragestellungen

•Einzel- und Gruppentherapien

•Unterstützung bei der Alltagsbewältigung

•Psychoedukationsgruppen

•Angehörigenberatung

Gemeinsam mit Ihnen erarbeiten wir einen individuellen Therapieplan, der sich nach Ihrer seelischen Gesundheit und Ihrer Lebenssituation richtet. Ziele der Behandlung sind Ihr bestmögliches Befinden, die Vermeidung von Krankenhausaufenthalten, Verkürzung von Behandlungszeiten und die Förderung der sozialen Integration (z. B. durch Erhalt oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit).

Wir arbeiten zusammen mit

•Hausärzten

•Fachärzten

•Einrichtungen der Suchthilfe

•Psychosozialen Beratungsstellen

•Einrichtungen des betreuten Wohnens

•Selbsthilfegruppen

Ihre Aufnahme in der psychiatrischen Institutsambulanz (PIA)

Für Ihre Behandlung in der PIA benötigen sie eine Überweisung sowie Ihre Versichertenkarte. Die Kosten für die Behandlung in der PIA werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Beim ersten Termin besprechen wir mit Ihnen, ob die uns vorgegebenen Bedingungen (also Art, Schwere und Dauer der Erkrankung) für eine Behandlung in der PIA erfüllt sind; ggf. beraten wir Sie gern zu Alternativangeboten.

Während Ihrer Behandlung bei uns ist eine gleichzeitige Behandlung bei einem niedergelassenen Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie leider nicht möglich; die Behandlung bei einem psychologischen Psychotherapeuten kann weiterhin parallel erfolgen. Die Behandlung in der PIA erfolgt ausschließlich nach Terminvereinbarung. Im Notfall wenden Sie sich bitte an die  Notfallambulanz unserer Klinik, die Ihnen jederzeit auch ohne Termin zur Verfügung steht.

Wenn Sie Fragen zur Behandlungsaufnahme haben, rufen Sie uns unter der unten angegebenen Nummer an. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Tel.: 0208 / 697-4151

Fax: 0208 / 697-4413

E-Mail: pia@evkln.de

Telefonische Erreichbarkeit

Montag – Donnerstag von 08.00 – 12.00 Uhr und 14.00 – 16.00 Uhr, Freitag von 08.00 – 13.00 Uhr. Sprechstunden montags bis freitags, Termine nur nach Vereinbarung.