Johanniter Krankenhaus Oberhausen

Erläuterung häufiger Erkrankungen

Anpassungsstörungen:
Anpassungsstörungen sind depressive oder ängstliche Reaktionen auf belastende Lebensereignisse, die die Leistungsfähigkeit und die sozialen Beziehungen der Betroffenen beeinträchtigen.

Depressionen (von lat. „deprimere“ – herunter-, niederdrücken):
Das depressive Erscheinungsbild ist vielfältig. Die Hauptsymptomatik zeigt sich in trauriger Verstimmung, Hemmung des Denkens und des Antriebs sowie körperlich-vegetativen Störungen wie beispielsweise Schlafstörungen.

Psychosen:
Psychosen sind psychische Erkrankungen, bei denen sich Veränderungen des eigenen Erlebens und des Außenbezuges zeigen. Betroffene leiden beispielsweise unter Halluzinationen oder wahnhaften Überzeugungen sowie unter Veränderungen des Denkens und Fühlens.

Persönlichkeitsstörungen:

Diese Störungen können in vielen Fällen mit persönlichem Leiden und gestörter sozialer Funktionsfähigkeit einhergehen. Die Formen der Persönlichkeitsstörungen werden nach vorherrschenden Verhaltensmustern klassifiziert.

Essstörungen:
Essstörungen können durch Furcht vor Gewichtszunahme, einem veränderten Essverhalten und einer Störung der Körperwahrnehmung gekennzeichnet sein oder im Gegenteil mit massiven Essattacken und resultierender Gewichtszunahme einher gehen. Man unterscheidet unter anderem die Anorexia nervosa (Magersucht), die Bulimia nervosa (Ess-/Brechsucht) sowie die Binge Eating Störung (unkontrollierte Essattacken). Bei der Anorexia nervosa kommt es zu erheblichem Gewichtsverlust, bei der Bulimia zu Heißhungerattacken und selbstinduziertem Erbrechen. Als Folgeerscheinungen treten schwerwiegende somatische Veränderungen auf.

Abhängigkeitserkrankungen:
Körperliche und/oder psychische Abhängigkeit von legalen oder illegalen Drogen (Alkohol, Nikotin, Cannabis u. ä.) sowie nichtstoffgebundene Abhängigkeiten (z. B. Spielsucht, Internetsucht).

Dementielle Erkrankungen:
Dementielle Erkrankungen sind gekennzeichnet durch krankhafte Veränderung der Gehirnsubstanz, der Neurochemie und Neurophysiologie des Gehirns. In frühen Formen des hirnorganischen Psychosyndroms bestehen Probleme beim Aufrechterhalten der geistigen Leistungsfähigkeit, früher Ermüdbarkeit, Schlafstörungen und Akzentuierung der Persönlichkeit.