OP-Verfahren

Grüner Star

 

Der Grüne Star oder das Glaukom

Was ist der Grüne Star/das Glaukom?

Unter einem Glaukomschaden versteht man den Untergang von Nervenzellen an der Netzhautsehnerv_02 mitsamt ihren Nervenfasern. Die Folge sind Ausfälle im Gesichtsfeld, die unbehandelt bis zur Erblindung fortschreiten können. Bei der Entstehung des Schadens spielen mehrere Faktoren (z. B. erhöhter Augeninnendruck oder eine gestörte Durchblutung) eine Rolle.

Welche Bedeutung hat der Augeninnendruck?

Für die Entstehung des Glaukoms sind viele Faktoren verantwortlich. Neben einer gestörten Durchblutung am Sehnerv ist ein erhöhter Augeninnendruck der wichtigste Risikofaktor für einen Glaukomschaden. Der durchschnittliche Augeninnendruck liegt zwischen 10 und 21 mmHg. Eine schleichende Druckerhöhung, wie sie typisch ist bei den Offenwinkelglaukomen, macht über Jahre zunächst keine Beschwerden. Es kommt jedoch zu einer langsam fortschreitenden Schädigung der Sehnerven und den damit verbundenen, größtenteils unbemerkten, Gesichtsfelddefekten.

Die Glaukombehandlung

Was ist das Gesichtsfeld?

Mit dem Gesichtsfeld ist der Bezirk der Außenwelt gemeint, den man wahrnimmt ohne die Augen zu bewegen. Untersucht wird das Gesichtsfeld mit dem so genannten Perimeter. Mit ihm können Sehverluste sichtbar gemacht werden, allerdings sind diese erst sichtbar, wenn etwa 2/3 der Nervenfaser, ausgefallen sind. Neuere Geräte, wie z. B. das Zeiss Humphrey Matrix ermöglichen durch ein schnelles Screening Gesichtsfelddefekte schon im frühesten Stadium zu erkennen.

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Augeninnendruckmessung allein reicht nicht aus

Es gibt verschiedene Methoden den Augeninnendruck zu messen. Allen gemeinsam ist, dass das Auge definiert leicht eingedrückt wird. Dabei kann eine dicke Hornhaut zu falsch hohen Augeninnendruckwerten führen. Eine Hornhautdickenmessung (Pachymetrie) gibt Aufschluss über die Beschaffenheit der Hornhaut. Da der Augeninnendruck großen tageszeitlichen Schwankungen unterliegt ist es sinnvoll, zu verschiedenen Tageszeiten und möglicherweise auch Nachtzeiten den Druck zu kontrollieren. Man spricht in diesem Fall von einem Tages-und Nachtdruckprofil.

Untersuchung des Sehnervenkopfes

Die Beurteilung des Sehnervenkopfes (Papille), der Stelle, an der die Nerven der Netzhaut gebündelt das Auge verlassen, ist die wichtigste Untersuchung. So kann der Augenarzt zum Beispiel auf Blutungen oder eine zunehmende Vertiefung (Exkavation) achten. Eine exakte Dokumentation der Sehnervenkopfveränderungen kann heutzutage durch den Heidelberg-Retina-Tomographen (HRT) erfolgen. Veränderungen bzw. Fortschreiten der Erkrankung können hierdurch objektiv dargestellt werden.

Durch eine neue Technologie in der Glaucomdiagnostik, die Optische Koherenz Tomographie (OCT) ist es heutzutage möglich, in kurzer Untersuchungszeit völlig unschädlich die Nervenfaserschichtdicke an der Netzhaut exakt zu vermessen.

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

An erster Stelle der Glaukombehandlung steht die medikamentöse Therapie mit Augentropfen. Über 90% der Glaukomerkrankungen können so behandelt werden. Lässt sich der gewünschte Erfolg nicht medikamentös erreichen, so kommen eine Laserbehandlung oder schließlich eine Operation in Frage.

Alternativ kann auch anstelle von Augentropfen die Therapie in Form einer selektiven Lasertrabekuloplastik (SLT) in Erwägung gezogen werden. So diese Lasertherapie anspricht kann in den meisten Fällen eine Reduzierung oder sogar der Verzicht auf die drucksenkenden Tropfen erreicht werden.

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